Multiroom-Audio, das mehr kann als Musik
In jedem Raum eigene Musik, oder überall dieselbe, wenn Besuch da ist. Gesteuert wird das über die Loxone App oder direkt am Taster im Raum, ohne dass jemand ein Handy suchen muss. Als Quellen dienen Spotify Connect, AirPlay 2, Internetradio über TuneIn sowie eigene Dateien von USB-Datenträger oder NAS. Der eigentliche Unterschied zu einer reinen Musikanlage liegt woanders: Weil das Audiosystem am Miniserver hängt, übernimmt es auch Türklingeltöne, Sprachdurchsagen und den Weckruf am Morgen. Im Alarmfall wird aus der Anlage eine Sirene, die im ganzen Haus zu hören ist.
Der Loxone Audioserver als Zentrale
Der Audioserver ist kein Lautsprecher, sondern Streamer und Verstärker in einem Gehäuse. Vier Verstärkerausgänge sind integriert, ausgelegt für Lautsprecher mit 4 bis 8 Ohm, mit 18 Watt Dauerleistung und bis zu 50 Watt Spitze pro Kanal in Klasse D. Die Ausgänge lassen sich einzeln Räumen zuordnen oder zu Gruppen zusammenfassen, jeweils in Stereo oder Mono. Konfiguriert wird alles in Loxone Config per Drag-and-Drop. Achten Sie auf das Netzteil: Der Audioserver braucht 18 bis 26 Volt Gleichspannung, empfohlen sind mindestens 72 Watt. Das Betriebssystem liegt auf einer wechselbaren microSD-Karte.
Mehr Zonen mit der Stereo Extension
Vier Ausgänge reichen für eine Wohnung, in einem Haus wird es schnell eng. Jede Stereo Extension bringt zwei weitere Verstärkerausgänge, angebunden über Tree Turbo. Bis zu zehn davon hängen an einem Audioserver, das ergibt zwanzig zusätzliche Ausgänge. Reicht auch das nicht, arbeiten mehrere Audioserver im selben Netzwerk nebeneinander. Praktisch: Die Stereo Extension läuft nicht nur am Audioserver, sondern auch direkt am Miniserver Compact, in dem die Audioserver-Software bereits steckt. Für kleinere Wohnungen sparen Sie sich damit ein eigenes Gerät im Verteiler.
Passive Lautsprecher für Decke und Wand
An den Audioserver kommen passive Lautsprecher, verkabelt mit gewöhnlicher Lautsprecherleitung. Deckeneinbau ist die unauffälligste Variante, weil nur der Rahmen sichtbar bleibt. Zwei Punkte entscheiden über das Ergebnis. Erstens die Impedanz: Zulässig sind 4 bis 8 Ohm, Modelle darunter belasten den Verstärker unzulässig. Zweitens die Platzierung: Zwei Lautsprecher mittig im Raum klingen schlechter als vier, die auf die Sitzbereiche zielen, und in offenen Wohnbereichen lohnt sich lieber eine Zone mehr. Bei Bad, Terrasse und überdachtem Außenbereich achten Sie zusätzlich auf die Schutzart.
Wireless Speaker: Audio ohne Verkabelung
Im Bestand scheitert Multiroom meist an der Lautsprecherleitung. Der Loxone Wireless Speaker löst das, indem er sich über WLAN einbindet und den Verstärker gleich mitbringt. Es handelt sich um einen aktiven Zwei-Wege-Lautsprecher mit 35 Watt Nennleistung, der ohne Audioserver auskommt und trotzdem vollständig in der Loxone App und in den Szenen auftaucht. Sinnvoll ist er in der Mietwohnung, im nachgerüsteten Altbau oder als Ergänzung in einem Raum, den die verkabelte Installation nicht erreicht hat. Kombinieren lässt er sich mit einem bestehenden Audioserver-System.
Planung: Wie viele Zonen brauchen Sie?
Eine Zone ist ein Bereich, in dem dieselbe Musik läuft. Üblich sind Küche, Wohnbereich, Bad, Schlafzimmer und Terrasse, in Summe also fünf bis acht Zonen im Einfamilienhaus. Rechnen Sie eher großzügig, denn Leitungen nachträglich zu ziehen ist teurer als ein Ausgang mehr im Verteiler. Auch Räume, in denen Sie keine Musik erwarten, profitieren: Im Flur und im Bad sind es Klingelton und Durchsagen, die den Ausschlag geben. Wenn Sie unsicher sind, wie Ihr Haus aufgeteilt werden sollte, rufen Sie uns an oder fordern Sie ein Angebot an. Als Loxone Silber-Partner planen, installieren und programmieren wir Audioanlagen auch selbst.