Welcher Loxone Miniserver passt zu Ihrem Zuhause?
Die Wahl hängt vor allem davon ab, ob Sie neu bauen oder nachrüsten. Wenn die Wände ohnehin offen sind, ist der Miniserver Gen. 2 die übliche Entscheidung, weil sich über Loxone Link und Tree jederzeit weitere Extensions und Geräte ergänzen lassen. Der Miniserver Compact braucht nur 6 Teilungseinheiten und passt auch in einen Verteiler, in dem sonst kein Platz mehr wäre. Der Miniserver Go kommt ganz ohne Busleitung aus und funkt über Loxone Air. Für die bewohnte Wohnung oder das fertige Haus ist das meist der einzige Weg ohne Stemmarbeiten. Kombinieren lassen sich beide Welten jederzeit.
Miniserver Gen. 2 für Neubau und Kernsanierung
Der Miniserver Gen. 2 ist die Standardwahl, wenn verkabelt wird. Über Loxone Link binden Sie Extensions für zusätzliche Ein- und Ausgänge, Dimmer oder Relais an. Über Loxone Tree laufen Taster, Sensoren und Aktoren auf einer gemeinsamen Leitung zusammen, was gegenüber klassischer Sternverkabelung eine Menge Kabel und Platz im Verteiler spart. Die Logik läuft anschließend lokal auf dem Gerät. Ihre Daten bleiben im Haus, und das Licht schaltet auch dann noch, wenn das Internet ausfällt. Programmiert wird mit Loxone Config, die kostenlos verfügbar ist.
Miniserver Compact und Miniserver Go im Vergleich
Beide Geräte richten sich an Wohnungen und kleinere Häuser, unterscheiden sich aber deutlich. Der Miniserver Compact belegt 6 Teilungseinheiten auf der Hutschiene und steuert bis zu 50 Tree-Geräte oder 128 Air-Geräte, dazu bis zu 30 Erweiterungen über Loxone Link. Er enthält außerdem die Software des Audioservers, sodass Sie Multiroom-Musik ohne zusätzliches Gerät bekommen. Der Miniserver Go arbeitet ausschließlich kabellos über Loxone Air und spricht ebenfalls bis zu 128 Air-Geräte an. Wenn Sie in einer bewohnten Wohnung oder einem fertigen Haus nichts mehr aufstemmen möchten, ist er die passende Variante.
SD-Karten mit Firmware für Miniserver Gen. 1, Gen. 2 und Compact
Die SD-Karte im Miniserver ist kein gewöhnliches Speichermedium. Sie hat eine eigene CPU, die den Flash-Speicher überwacht, und Loxone OS greift auf Low-Level-Funktionen zu, die Standardkarten nicht bereitstellen. Loxone testet jede Karte über mehrere Wochen, bevor sie freigegeben wird. Karten aus dem Elektronikhandel können den Miniserver instabil machen und sind von der Garantie nicht gedeckt. Wir führen die 8-GB-Industriekarte für Miniserver Gen. 1, Gen. 2 und Compact. Die Firmware unterscheidet sich je nach Gerät, lässt sich über Loxone Config aber anpassen. Als Ersatz bei einem Defekt oder wenn Sie die Firmware per Kartentausch aktualisieren möchten, ist sie der schnellste Weg.
Exosphere, Wetter-Service und Caller-Service
Neben der Hardware finden Sie hier die Dienste, die den Miniserver nach außen anbinden. Der Wetter-Service liefert die Prognose direkt in die Steuerung, sodass die Beschattung schon vor der Mittagssonne fährt und die Heizung den Wetterumschwung einrechnet. Der Caller-Service ruft Sie an, wenn etwas nicht stimmt, etwa bei Wasseralarm im Keller oder einem Alarm im Ferienhaus. Exosphere gibt es als Lizenz in den Stufen Pro und Enterprise, jeweils für einen Miniserver, dazu das Add-on Alert mit 1.000 SMS für ein Jahr. Alle Dienste können Sie jederzeit nachträglich buchen.
Einbau, Einrichtung und Beratung
Der Miniserver sitzt auf der Hutschiene im Verteiler und gehört deshalb in die Hände einer Elektrofachkraft. Danach wird er in Loxone Config eingebunden und in Ihrem Loxone Account registriert. Ein dauerhafter Internetzugang ist für den Betrieb nicht nötig, er wird nur für Fernzugriff, Updates und die Cloud-Dienste gebraucht. Vorhandene Technik binden Sie über KNX, Modbus oder die passenden Extensions ein. Als Loxone Silber-Partner planen, installieren und programmieren wir Anlagen auch selbst. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Ausführung und welche Extensions Sie brauchen, rufen Sie uns an oder fordern Sie ein Angebot an. Bei größeren Vorhaben übernehmen wir auf Wunsch Auslegung, Schaltschrankbau und Programmierung.