Temperaturanzeige für Messwerte vor Ort
Eine Temperaturanzeige zeigt den Messwert dort, wo jemand steht. Das klingt banal, ist aber im Störfall der Unterschied zwischen einer Vermutung und einer Diagnose. Wer an der Anlage sieht, dass der Vorlauf bei 38 Grad liegt, muss nicht erst in die Leitwarte. In dieser Kategorie finden Sie Anzeigegeräte für Schalttafeleinbau und Wandmontage sowie Alarmgeber, die bei Grenzwertverletzung melden. Die Geräte arbeiten mit RAM Fühlern und lassen sich in bestehende Anlagen einbinden. Über die Filter grenzen Sie nach Messgröße, Bauform und Ausgangssignal ein.
Digitale Anzeigen mit Fühler
Eine digitale Temperaturanzeige mit Fühler ist die einfachste Form der Messwerterfassung: ein Fühler, eine Leitung, ein Display. Sie brauchen keinen Regler und keine Steuerung dazwischen. Für die Auswahl zählen drei Punkte. Erstens die Ziffernhöhe, denn eine Anzeige, die man aus fünf Metern nicht lesen kann, hilft niemandem. Zweitens die Auflösung: Ganze Grad reichen für die Raumtemperatur, bei Prozesswerten wollen Sie oft eine Nachkommastelle. Drittens der Fühlereingang, der zur Kennlinie Ihres vorhandenen Fühlers passen muss. Steht der Fühler schon, prüfen Sie diesen Punkt zuerst.
Grenzwerte und Alarmmeldungen
Ein Alarmgerät überwacht einen Messwert gegen eine eingestellte Grenze und meldet, sobald sie überschritten wird. Entscheidend ist in der Praxis die Hysterese. Liegt sie zu eng, klappert der Alarm bei jeder kleinen Schwankung und wird nach zwei Tagen ignoriert. Zu weit eingestellt, kommt die Meldung zu spät. Ebenso wichtig ist die Frage, was im stromlosen Zustand passiert. Ein Kontakt, der im Ruhezustand geschlossen ist, meldet auch dann, wenn die Versorgung ausfällt oder eine Leitung bricht. Für kritische Anwendungen ist das die sichere Variante.
Frostalarm und Störmeldung im Gewächshaus
Im Gartenbau ist eine Nacht mit ausgefallener Heizung teurer als jede Überwachungstechnik. Ein Frostwächter meldet, bevor die Kultur Schaden nimmt, und lässt sich mit einer Sirene, einer Leuchte oder einem Telefonwählgerät kombinieren. Sinnvoll ist eine zweite Messstelle unabhängig vom Regelfühler. Fällt der Regelfühler aus, merkt die Regelung selbst davon oft nichts, und genau dann soll die Überwachung noch funktionieren. Neben Frost lohnt sich die Aufschaltung von Sammelstörmeldungen aus Heizung, Lüftung und Bewässerung, damit eine einzige Meldeleitung den Betriebszustand abbildet.
Einbau in Front und Schalttafel
Anzeigen sitzen meistens im Frontausschnitt eines Schaltschranks oder eines Pults. Messen Sie den vorhandenen Ausschnitt, bevor Sie bestellen, denn nachträglich vergrößern lässt sich ein Blech nur mit Aufwand. Achten Sie außerdem auf die Einbautiefe hinter der Front, gerade in flachen Gehäusen wird es dort schnell eng. Bei Geräten im Außenbereich oder im Feuchtraum ist die Schutzart entscheidend. Eine Frontdichtung schützt nur, wenn sie richtig sitzt und die Befestigungsklammern gleichmäßig angezogen sind. Für Wandmontage gibt es Ausführungen im eigenen Gehäuse, die ohne Ausschnitt auskommen.
Anzeige nachrüsten
Eine vorhandene Regelung lässt sich in vielen Fällen um eine Anzeige ergänzen, ohne dass Sie etwas an der Regelung selbst ändern. Zwei Wege sind üblich. Entweder Sie setzen einen zweiten Fühler an dieselbe Messstelle, was sauber trennt und die Regelung nicht beeinflusst. Oder Sie greifen das vorhandene Normsignal ab, sofern der Regler einen Ausgang dafür hat. Beim Abgriff eines Stromsignals ist auf die Bürde zu achten, damit die Schleife nicht überlastet wird. Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg bei Ihrer Anlage funktioniert, hilft ein Blick in das Datenblatt des vorhandenen Reglers.