Raumfeuchte-Temperaturfühler 222.301 für Komforträume
Der RAM Raumfeuchte-Temperaturfühler 222.301 erfasst relative Luftfeuchte und Temperatur an einer Messstelle. Statt zwei getrennte Fühler zu setzen, brauchen Sie ein Gehäuse und einen Montageort, was bei Klimaregelungen in Büros, Museen, Archiven oder Wohnräumen die Verdrahtung spürbar vereinfacht. Beide Größen liegen getrennt an den Klemmen an und lassen sich unabhängig auswerten.
Kapazitiver Sensor für die Feuchte, Heißleiter für die Temperatur
Die Feuchtemessung erfolgt mit einem kapazitiven Sensor. Seine Kapazitätsänderung wird in eine proportionale Gleichspannung umgeformt: 0 bis 100 % rF entsprechen 1,6 bis 8,4 V, ein Prozentpunkt sind 0,068 V, die Genauigkeit beträgt ±3 % rF im Bereich 20 bis 90 % rF bei 5 bis 35 °C. Die Temperatur misst ein Heißleiter mit 2 kΩ bei 20 °C und ±1 K Genauigkeit im Nennmessbereich -15 bis +60 °C. Weil sich sein Widerstand stark ändert, fallen Leitungswiderstände kaum ins Gewicht, abgeschirmte Leitungen brauchen Sie nicht.
Steckbares Sensormodul für die Feuchtemessung
Sensor und Auswerteelektronik des Feuchteteils sind zu einem Modul zusammengebaut und als Ganzes kalibriert. Sie können es tauschen, ohne nachzukalibrieren. Als Ersatzteil läuft es unter der Nummer 220.321.001 und passt auch in die Feuchtefühler der Reihe 220. Modul und Temperaturmesselement sitzen im Gehäuseoberteil und werden über Schlitze an Ober- und Unterseite belüftet.
Klemmenbelegung und Anschluss an Regelgeräte
Feuchte- und Temperaturteil brauchen je eine Betriebsspannung von 10 V, die Sie den Regelgeräten oder einem passenden Netzgerät entnehmen. Bei Geräten der Baureihe 400 gelten die Reglereingänge 12 und 14 für den Hauptfühler und den zugehörigen Sollwert. Plus der Betriebsspannung greifen Sie wahlweise von Klemme 11 oder 13 ab, beide sind potentialgleich. Im Einzelfall ist der Außenanschluss des jeweiligen Regelgeräts verbindlich. Für den Anschluss an den Klimacomputer CC600 gilt dessen Technische Beschreibung.
Gehäuse und Montageort
Das weiße Kunststoffgehäuse für Wandaufbau in trockenen Räumen misst 80 mal 80 mal 30 mm. Der Stecksockel enthält die Anschlussklemmen und wird separat montiert und verdrahtet, seine Befestigungsmaße passen auf die genormte 58-mm-Unterputzdose. Zum Abziehen des Oberteils drehen Sie beide Arretierungsschrauben hinein.
Wählen Sie den Montageort sorgfältig, damit störende Feuchte- und Temperatureinflüsse wegfallen. Nicht an kalte Außenwände, nicht neben Fenster, Türen oder Beleuchtungskörper, und wegen der schlechten Luftzirkulation auch nicht in Ecken oder Nischen. Montieren Sie den Fühler in etwa 1,5 m Höhe mit den Belüftungsschlitzen oben und unten.
Eckdaten im Überblick
- Nennmessbereiche: 0 bis 100 % rF und -15 bis +60 °C
- Feuchteausgang: 1,6 bis 8,4 V Gleichspannung, ±3 % rF
- Temperaturausgang: Heißleiter, 2 kΩ bei 20 °C, ±1 K
- Betriebsspannung: je 10 V Gleichspannung, ca. 3 mA
- Belastung des Feuchteausgangs: höchstens 0,5 mA
- Betriebsbereich: 0 bis +60 °C, 0 bis 100 % rF
- Gehäuse: weißer Kunststoff, 80 x 80 x 30 mm
- Schutzart: IP 30
- Gewicht: 100 g
Abgrenzung zum 222.401 und zu den reinen Feuchtefühlern
Brauchen Sie Sollwertsteller direkt am Fühler, nehmen Sie den 222.401. Er ist baugleich und trägt zwei Potentiometer mit Drehknopf. Reicht die Feuchte allein, genügen die Raumfeuchtefühler 220.321 und 220.421. Fürs Gewächshaus gibt es den 223.401 mit Strahlungsschutz, für den Luftkanal den 221.401.
Ausschreibungstext für den Raumfeuchte-Temperaturfühler 222.301
RAM-Raumfeuchte-Temperaturfühler Typ 222.301. Elektronischer Feuchte- und Temperaturfühler in einem weißen Wandaufbaugehäuse 80x80x30 mm. Nennmessbereich 0 bis 100 % rF und -15 bis +60 °C.